Die Geschichte von Las Vegas von 1905 bis 2021 [Kurzfassung]

Wir werfen einen Blick auf die spannende Gesichte von Las Vegas und geben eine kurze Zusammenfassung der letzten 200 Jahre!

173 Jahre Las Vegas Geschichte

In den frühen 1800er Jahren führte ein mexikanischer Händler namens Antonio Armijo eine kleine Handelskarawane in das Tal. Ein Mann in dieser Gruppe namens Rafael Rivera gab Las Vegas seinen Namen gab.

Auf Spanisch bedeutet Las Vegas „Die Wiesen“. Es ist schwer zu glauben, wenn man es heute betrachtet, aber damals gab es im Tal mehrere Quellen und Feuchtgebiete, die eine Oase und Wasser boten.

Vor 1848 gehörte dieser Ort nicht einmal zu den USA!

Erst in dem genannten Jahr übergab Mexiko die fast 300.000 qm des heutigen Bundesstaates Nevada an den noch jungen Nachbarn.

Zu holen gab es dort ohnehin nicht viel, allerdings reichte es den Paiute-Indianern, um ganz im Süden am Colorado River zu siedeln und diese wilde, aber immerhin wasserreiche Region ihre Heimat zu nennen.

1855: Die Mormonen errichten eine Handelsstation

Sieben Jahre nach der Übertragung an die USA reiste eine kleine Gruppe mormonischer Missionare aus Süd-Utah in das Las Vegas Valley.

Sie errichteten eine Fort, um mit den ansässigen Indianern Handel zu betreiben, sie in Landwirtschaft zu unterrichten und ihnen ihre Weltanschauung nahezubringen.

Doch aufgrund der extremen Sommerhitze und einiger Konflikte zwischen den Führern der Gruppe wurde das Fort 1857 aufgegeben.

Kurz darauf setzte der Goldrausch ein, eine turbulente Zeit, die für viele Menschen von großen Hoffnungen, aber allzu oft auch von Gier und Gewalt geprägt war.

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Außer Gold schlummerten noch andere Bodenschätze im optisch eher kargen Land, das ahnten auch die großen Minengesellschaften der damaligen Zeit.

Sie legten Arbeitersiedlungen an und bauten jede Menge Kupfer, Eisen, Zink und Silber ab. Die boomende Industrie verlangte nach diesen Metallen, das Geschäft lief hervorragend.

1902: LAS VEGAS WIRD EISENBAHNSTATION ZWISCHEN LOS ANGELES UND SALT LAKE CITY

Im Jahr 1902 kaufte die Los Angeles and Salt Lake Railroad das Land und einige amerikanische Farmer zogen in die Gegend.

Nach der Fertigstellung der Eisenbahnlinie von Los Angeles nach Salt Lake City begann eine größere Zahl von Mormonen in die Gegend zu ziehen.

Als Brunnen gegraben wurden, begann man, Wasser in die Stadt zu leiten, was ein stärkeres Bevölkerungswachstum zur Folge hatte. Dadurch wurde Las Vegas auch zu einem wichtigen Zwischenstopp für Züge und Waggons, die entweder nach Los Angeles oder weiter nach Osten fuhren.

LAS VEGAS GRÜNDUNG 1905

Die Stadt Las Vegas wurde offiziell im Jahr 1905 gegründet. Und damit nahm die schillernde Legende ihren Lauf. Der Stadtname bedeutet im Spanischen so viel wie »die Auen«. Das ist ein Hinweis darauf, wie wertvoll Wasser in der Wüste ist.

Jetzt erst begann sich ganz allmählich das Bild zu prägen, das uns vom heutigen Las Vegas so sehr vertraut erscheint: In der Stadt lebten hauptsächlich unverheiratete, hart arbeitende Männer, die nach Feierabend ihr Vergnügen suchten.

Das Angebot richtete sich entsprechend danach aus: eine Bar reihte sich an die nächste, dazwischen siedelten sich florierende Nachtclubs an. Dann fiel in Nevada das Casino-Verbot und die Spielbanken schossen wie Pilze aus dem Boden.

1906 wurde das erste Hotel in Las Vegas Downtown gebaut, das es noch heute gibt: das Golden Gate Hotel!

Das umliegende Gebiet, das als Clark County bekannt ist, wurde 1909 gegründet.

Nicht lange nach der Eingemeindung der Stadt im Jahr 1911 wurde der Staat Nevada der letzte Staat im Westen, der das Glücksspiel illegal machte. Sogar der übliche Brauch, eine Münze für ein Getränk zu werfen, wurde verboten. Wenn man einen beliebten Zeitvertreib illegal macht, wird er natürlich nur in den Untergrund getrieben.

1930er: HOOVER DAMM, MAFIA & GLÜCKSSPIEL

Mit dem Beginn des Baus des Boulder Damms oder Hoover Damms, wie er später genannt wurde, begann die Bevölkerung von Las Vegas zu boomen.

In der arbeitsfreien Zeit suchten die männlichen Bauarbeiter nach einer guten Zeit. Die örtlichen Geschäftsleute und Verbrecherbosse nutzten diese Nachfrage gerne.

Mafiabosse und Geldgeber begannen mit der Entwicklung von Casinos und Showgirls, um die Arbeiter bei Laune zu halten und ihnen etwas zu bieten, wofür sie ihren Lohn ausgeben konnten.

Obwohl bekannt war, dass hinter vielen dieser Etablissements kriminelle Gestalten steckten, versuchten die Verantwortlichen in Las Vegas, der Stadt einen respektablen Ruf zu verschaffen.

Die Prohibition war im ganzen Land noch in Kraft, aber wie jeder weiß, tat das einer guten Zeit keinen Abbruch, wenn man wusste, wo man suchen musste.

Ein großer Skandal jener Zeit war, dass ein Bundesbeamter bei einer Besichtigung der Staudamm-Baustelle mit Alkoholgeruch in der Nase erwischt wurde, nachdem er das Viertel Block 16 in Las Vegas besucht hatte, das als verruchtes Viertel bekannt war.

Aus diesem Grund beschloss die amerikanische Regierung, in der Nähe des Staudamms die Stadt Boulder City für die Arbeiter zu errichten. Die Stadt stand unter staatlicher Kontrolle und genoss daher ein höheres moralisches Niveau und einen besseren Ruf als Las Vegas.

Die Legislative des Bundesstaates Nevada erkannte, wie profitabel das Glücksspiel für die örtlichen Unternehmen sein würde, und legalisierte das Glücksspiel 1931 erneut. Da Las Vegas bereits mehrere illegale Glücksspielbetriebe im Untergrund hatte, übernahm es die Führung in einer Branche, die sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickeln sollte.

Schon bald tauchten in der Fremont Street in Las Vegas Downtown mehrere Casinos auf. Die Straße war die erste gepflasterte Straße in Las Vegas und hatte 1931 auch das erste Verkehrssignal installiert. Las Vegas war auf dem besten Weg, die offizielle Glücksspielhauptstadt der Welt zu werden.

Im Jahr 1932 feierte das Apache Hotel seine prunkvolle Eröffnung und setzte damit einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Stadtentwicklung. Das Luxus-Etablissement mit Casinobetrieb lockte endlich auch die reiche Oberschicht an, die diese exklusive Einladung nur zu gerne annahm.

Die Bundesbehörden taten ihr Bestes, um die Staudammarbeiter der Regierung von Las Vegas fernzuhalten, aber es entwickelten sich geheime Routen und Schmuggel, um die Arbeiter trotzdem nach Las Vegas zu schmuggeln.

Auch wenn einige der Arbeiter immer noch ihren Weg in die Stadt fanden, litten die Geschäfte in Las Vegas unter der Beschränkung der Arbeiter. 1935 wurde der Wasserkraftdamm schließlich fertiggestellt und der Schalter für die Stromversorgung umgelegt. Las Vegas sollte nie wieder dasselbe sein.

Die Stadt Las Vegas war der erste Stromkunde des Staudamms und der Strom floss in die Fremont Street und damit auch in die Touristen. Die Innenstadt von Fremont wurde wegen all der neuen hellen Lichter, die durch die reichlich vorhandene Elektrizität des Hoover-Damms betrieben wurden, als Glitter Gulch bekannt.

Obwohl die Staudammarbeiter nach Abschluss der Bauarbeiten wieder abzogen, wurden der Lake Mead und der Hoover-Staudamm selbst zu wichtigen Anziehungspunkten für den Tourismus, und es war bald klar, dass weitere Hotels gebaut werden mussten, um die ankommenden hochkarätigen Touristen unterzubringen.

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Las Vegas während des Zweiten Weltkriegs (1941 – 1945)

Während des Zweiten Weltkriegs zog die US-Armee in Las Vegas ein und errichtete eine Schießschule für das Army Air Corps. Die Stadt übertrug der Armee ein Grundstück, das später zur Nellis Air Force Base wurde. (Website der Nellis Air Force Base hier).

Das Militär war nicht glücklich darüber, dass Prostitution in Las Vegas legal war, und zwang die Stadt schließlich, die legale Prostitution außerhalb der Stadtgrenzen zu verlegen, was das Rotlichtviertel und insbesondere Block 16 aus dem Geschäft drängte.

1941: Der Las Vegas Strip ist geboren

Im Jahr 1941 wurde das El Rancho Vegas eröffnet und wurde zum ersten Resort auf dem Las Vegas Strip. Es wurde für sein köstliches Buffet ebenso berühmt wie für das üppige Anwesen selbst.

Die Mafia war hinter den Kulissen immer noch stark an Las Vegas und seinen Casinos beteiligt, aber die Casinos gehörten den Mafia-Bossen nie direkt. Das änderte sich 1946, als der Mafioso Bugsy Segel das Flamingo eröffnete.

Benjamin ‚Bugsy‘ Siegel (1906 – 1947) war ein charismatischer Gangsterboss, der in den frühen 1900er Jahren an die Spitze der Entwicklung am Strip trat. Nachdem er mehrere der frühen Casinos in Las Vegas finanziert und (hinter den Kulissen) verwaltet hatte, nahm er eine aktivere Rolle ein, als er die endgültige Entwicklung und den Bau des Flamingo Las Vegas beaufsichtigte.

Es wird gemunkelt, dass er das Flamingo-Casino nach seiner Freundin Virginia Hill benannte, die er wegen ihrer langen Beine Flamingo nannte.

Nachkrieg-Boom in Las Vegas

Das Flamingo verlor anfangs Geld, und Bugsy starb bei einer Schießerei in Los Angeles. Aber die Familien des organisierten Verbrechens hielten Las Vegas weiterhin fest im Griff, weil sie wussten, dass die Gewinne aus dem legalisierten Glücksspiel enorm sein würden.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg besuchten jährlich Millionen von Menschen Las Vegas und brachten große Summen in die lokale Wirtschaft ein. Das Glücksspiel war jedoch nicht die einzige Attraktion für den Tourismus.

Große Stars wie Bing Crosby, Frank Sinatra, Liberace und Dean Martin traten überall in der Stadt in kleinen, intimen Räumen auf, und die Touristen standen Schlange, um sie zu sehen.

Sobald eine Show zu Ende war, gingen die Leute sofort wieder zum Spielen und Essen. Für die Mafia und die seriösen Unternehmen war das ein großer Geldsegen.

Gefährliche Attraktion: Atombomben-Tests

Während der Strip immer beliebter wurde, testete die U.S. Atomic Energy Commission auf dem Testgelände in Nevada, 130 Meilen nördlich des Strip, Atomexplosionen in der Atmosphäre.

Die Gefahren des atomaren Niederschlags wurden grob unterschätzt und Las Vegas veranstaltete Atom-Cocktail-Partys auf den Kasinodächern, von denen aus man die Atompilze in der Wüste beobachten konnte. Die Atomtests wurden als eine weitere Attraktion von Las Vegas angepriesen.

Die Tests wurden bis 1963 fortgesetzt, als die Sprengstofftests in den Untergrund verlegt wurden. Im Jahr 1992 wurden sie schließlich ganz eingestellt.

Die Ära des modernen Las Vegas (1956 – 1969)

Howard Hughes, der reiche und exzentrische Visionär der Luftfahrtindustrie, zog 1966 nach Las Vegas. Nachdem er sich geweigert hatte, sein Zimmer im Desert Inn Casino zu verlassen, beschloss er schließlich, das Hotel einfach zu kaufen.

Er nutzte seinen Reichtum und seinen Einfluss, um viele der Casinos in der Stadt aufzukaufen und begann, das organisierte Verbrechen aus der Stadt zu vertreiben. Infolgedessen begann Las Vegas, eine gehobene, kosmopolitische Atmosphäre zu entwickeln.

Da der Strip offiziell außerhalb der Stadtgrenzen lag, war die Stadt Las Vegas nicht in der Lage, Steuern auf die Strip-Immobilien zu erheben. Deshalb versuchten die Verantwortlichen der Stadt den Strip in die Stadt einzugliedern, um an das Steuergeld heranzukommen.

Die Eigentümer der Grundstücke am Strip überlisteten die Stadt und schufen mit einem ausgeklügelten juristischen Manöver die Gemeinde „Paradise„, die nicht eingemeindet wurde. Nach dem Gesetz des Bundesstaates Nevada kann eine nicht eingemeindete Gemeinde nicht von einer anderen Stadt annektiert werden.

LAS VEGAS HEUTE: UNTERHALTUNG PUR

Auch heute noch liegt der größte Teil des Strip außerhalb der offiziellen Grenzen der Stadt Las Vegas.

Der Ruhm dieser goldenen Wüstenstadt breitete sich von diesem Moment an nicht nur in den USA, sondern in der gesamten Welt aus: die Tourismus-Saison für Las Vegas hatte begonnen!

Auch die Bevölkerung wuchs rasant an, ein Trend, der bis heute ungebremst fortschreitet. Auf etwa 340 Quadratkilometern Fläche leben inzwischen weit mehr als 600.000 Menschen – und es kommen immer mehr hinzu.

Die größte Stadt Nevadas verzeichnet die größte Zuwachsrate der gesamten USA, schließlich winkt von weitem bereits die Millionenmarke!

Heute ist es bei Weitem nicht nur das große Spiel, welches die Menschen so sehr an Las Vegas fasziniert, auch die atemberaubenden Shows ziehen das Publikum in den Bann.

Schon seit den 1950er Jahren treten die größten Stars der Welt regelmäßig auf den Bühnen der Stadt auf! Waren es in vergangenen Zeiten Legenden wie Frank Sinatra oder Elvis Presley, geben sich heute Brittney Spears, Jennifer Lopez oder Lady Gaga die Ehre im Gegensatz zu einer fürstlichen Bezahlung.

Diese VIPs charakterisieren die schillernde Silhouette einer faszinierenden Metropole, die längst ein Teil unserer lebendigen Popkultur geworden ist. So ist es nicht verwunderlich, dass die Wüstenmetropole bereits für viele Bücher, Serien und Filme als Kulisse diente.

Trotz verschiedener Höhen und Tiefen im Laufe der Jahre hat sich der Las Vegas Strip zum meistbesuchten Touristenziel der Welt entwickelt. Seine modernen Einrichtungen, glitzernden Lichter und ausgefallenen Shows ziehen jedes Jahr über 46 Millionen Menschen aus aller Welt an.

Las Vegas hat sich von der Stadt der Sünde in ein familienfreundliches Mega-Resort verwandelt.

Das Glücksspiel ist zwar immer noch eine der Hauptattraktionen, aber Shows, Shopping, gutes Essen und legendäre Attraktionen haben in den letzten Jahren einen ebenso großen Stellenwert eingenommen. Wenn Sie in Las Vegas etwas unternehmen möchten und es nicht finden können, existiert es vielleicht gar nicht (sehen Sie sich den Abschnitt über die 20 besten Vegas-Attraktionen an).

Quellen:

Regiopia.de – Geschichte von Las Vegas

Die bisherige Las Vegas Geschichte ist kurz, aber intensiv und wird jeden Tag um ein interessantes Kapitel weitergeschrieben.