Las Vegas - Von einer kleinen Wüstenstadt zur Metropole des Entertainments

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Photo by Msc44 at English Wikipedia (Author), CC BY-SA 3.0 Licence

Die Wüste von Nevada war einst ein eher trostloser Ort, der gar nicht erst den Gedanken an Glamour und Entertainment aufkommen ließ. Doch zwischen dürren Steppensträuchern und hitzeflirrendem Sand entstand ausgerechnet ein verlockendes El Dorado für spielfreudige Gesellen und Unterhaltungssuchenden. Der Weg dorthin verlief nicht immer schnurgerade.

Über 30 Millionen Besucher zieht es pro Jahr nach Las Vegas, sie lassen um die 9 Milliarden US-Dollar in den zahlreichen Casinos zurück. Vor 1848 gehörte dieser Ort nicht einmal zu den USA, erst in dem genannten Jahr übergab Mexiko die fast 300.000 qm des heutigen Bundesstaates Nevada an den noch jungen Nachbarn. Zu holen gab es dort ohnehin nicht viel, allerdings reichte es den Paiute-Indianern, um ganz im Süden am Colorado River zu siedeln und diese wilde, aber immerhin wasserreiche Region ihre Heimat zu nennen. Sieben Jahre nach der Übertragung an die USA entstanden ein Fort und eine Handelsstation dort, wo das heutige Las Vegas liegt. Mormonen hatten es errichtet, um mit den ansässigen Indianern Handel zu betreiben, sie in Landwirtschaft zu unterrichten und ihnen ihre Weltanschauung nahezubringen. Kurz darauf setzte der Goldrausch ein, eine turbulente Zeit, die für viele Menschen von großen Hoffnungen, aber allzu oft auch von Gier und Gewalt geprägt war.

Außer Gold schlummerten noch andere Bodenschätze im optisch eher kargen Land, das ahnten auch die großen Minengesellschaften der damaligen Zeit. Sie legten Arbeitersiedlungen an und bauten jede Menge Kupfer, Eisen, Zink und Silber ab. Die boomende Industrie verlangte nach diesen Metallen, das Geschäft lief hervorragend. Als zur fleißig wachsenden Ortschaft auch noch die Eisenbahn hinzukam, stand der offiziellen Stadtgründung nichts mehr im Weg. Seit 1905 gibt es offiziell ein »Las Vegas« - und damit nahm die schillernde Legende ihren Lauf. Der Stadtname bedeutet im Spanischen so viel wie »die Auen«, ein Hinweis darauf, wie wertvoll Wasser in der Wüste ist. Der Bau des gewaltigen Hoover-Staudamms tat sein Übriges dazu, dass der Aufschwung stetig weiterging.

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Photo by Bureau of Reclamation photographer (Author), Public Domain (Licence)

Jetzt erst begann sich ganz allmählich das Bild zu prägen, das uns vom heutigen Las Vegas so sehr vertraut erscheint: In der Stadt lebten hauptsächlich unverheiratete, hart arbeitende Männer, die nach Feierabend ihr Vergnügen suchten. Das Angebot richtete sich entsprechend danach aus: eine Bar reihte sich an die nächste, dazwischen siedelten sich florierende Nachtclubs an. Dann fiel in Nevada das Casino-Verbot und die Spielbanken schossen wie Pilze aus dem Boden. Heute ist es bei Weitem nicht nur das große Spiel, welches die Menschen so sehr an Las Vegas fasziniert, auch die atemberaubenden Shows ziehen das Publikum in den Bann. Außerdem treten in jeder Saison zahlreiche internationale Stars auf den Bühnen der Stadt auf wie zum Beispiel Lady Gaga, Bon Jovi und, in vergangenen Zeiten, Frank Sinatra oder Elvis Presley. Diese VIPs charakterisieren die schillernde Silhouette einer faszinierenden Metropole, die längst ein Teil unserer lebendigen Popkultur geworden ist. So ist es nicht verwunderlich, dass die Wüstenmetropole bereits für viele Bücher, Serien und Filme als Kulisse diente. Doch zurück in die Vergangenheit: Im Jahr 1932 feierte das Apache Hotel seine prunkvolle Eröffnung und setzte damit einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Stadtentwicklung. Das Luxus-Etablissement mit Casinobetrieb lockte endlich auch die reiche Oberschicht an, die diese exklusive Einladung nur zu gerne annahm. Der Ruhm dieser goldenen Wüstenstadt breitete sich von diesem Moment an nicht nur in den USA, sondern in der gesamten Welt aus: die Tourismus-Saison für Las Vegas hatte begonnen! Auch die Bevölkerung wuchs rasant an, ein Trend, der bis heute ungebremst fortschreitet. Auf etwa 340 Quadratkilometern Fläche leben inzwischen weit mehr als 600.000 Menschen – und es kommen immer mehr hinzu. Die größte Stadt Nevadas verzeichnet die größte Zuwachsrate der gesamten USA, schließlich winkt von weitem bereits die Millionenmarke!

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Photo by Brian (Author), CC BY-NC 2.0 (Licence)

Die 30er Jahre liefen in Las Vegas besonders stürmisch ab – und teilweise sogar richtig gefährlich. Die Mafia machte sich breit, Banden rotteten sich zusammen und versuchten jede für sich, die Vorherrschaft über das Paradies zu erlangen. Passend dazu entstanden zahlreiche spannende Filme, die zum Teil als echte Blockbuster in die Geschichte eingingen. Die ganz heißen Zeiten sind jedoch längst wieder vorbei, heute gilt es als absolut unbedenklich, seinen Urlaub in der Glitzermetropole zu verbringen.